Ein Verlag mit Geschichte
Der Druffel & Vowinckel Verlag hat zwei historische Wurzeln, die bis in die zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts zurückreichen: Mitten im Katastrophensommer 1923 gründete Kurt Vowinckel seinen Verlag in Berlin und Heidelberg, den er bis 1978 persönlich leitete und der dann zunächst in den Kurt Vowinckel-Verlag überführt wurde. Im Jahr 2003 wurde dieser mit dem Druffel-Verlag, der im Herbst 1952 von Helmut Sündermann und seiner Frau Ursula, geb. Freiin von Druffel v.u.z. Egloffstein gegründet wurde, zusammengelegt.
Kurt Vowinckel widmete sich vor dem Zweiten Weltkrieg vor allem der Bio- und der Geopolitik, gründete eine geopolitische Zeitschrift und gewann so renommierte Autoren wie Prof. Karl Haushofer und dessen Sohn Albrecht . Nach dem Krieg begann in Heidelberg bald ein Neuanfang. Vowinckel konzentrierte sich auf wehrpolitische Arbeiten; ihm gelang es bedeutende Offiziere wie General Guderian oder Theo Osterkamp als Autoren zu gewinnen. Es entstanden u.a. die erfolgreichen Reihen > Wehrmacht im Kampf<. > Im Blick zurück< sowie > Landser am Feind <. Ein weiterer Schwerpunkt bildeten in den frühen Jahren Themen zur Mediengeschichte. Es sei an Hagemann oder von Bredow knapp erinnert.
Der Druffel-Verlag mit Helmut Sündermann als prägender Persönlichkeit des aufstrebenden Verlages begann sein Programm zunächst mit der Veröffentlichung der Heß-Briefe, der Ribbentrop-Memoiren, gewann Autoren, die sich aus ihrem Erleben mit der Zeit zwischen den Weltkriegen und darnach auseinander setzten wie Dr. Julius Lippert oder Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg-Lippe. Ergänzt durch zeitkritische Werke von Helmut Sündermann gewann der Verlag bald scharfes Profil, verstärkt durch militärgeschichtliche Veröffentlichungen und diplomatiegeschichtliche Arbeiten wie das Morgenthau-Tagebuch oder die Protokolle der Potsdamer Konferenz 1945.
Nach dem Tod seines Stiefvaters trat Dr. Gert Sudholt 1972 in die Verlagsleitung ein und wurde 1987 Inhaber des Verlagshauses. Konsequent führte er das Verlagsprogramm fort und entwickelte weitere Schwerpunkte in der deutschen und europäischen Geschichte, sowie wehrwissenschaftliche Arbeiten mit Prof. H.J. W. Koch oder Generalmajor a. D. Millotat. Es erschienen und erscheinen ferner Werke zu Themen der Zeit wie von Prof. Alfred Läpple, aber auch zu strittigen Fragen des 20. Jahrhunderts aus der Feder von Prof. Werner Maser, Léon Degrelle, Jacques Benoist-Méchin oder Dr. Walter Post. Durch das ebenso weitgesteckte wie abgerundete Profil erwarb sich das Haus den Ruf eines geachteten aber auch viel diskutierten Publikumverlages.
Im Sommer 2003 führte er die bis dahin von ihm selbständig geführten Verlage Kurt Vowinckel-Verlag KG und Druffel-Verlag zusammen, nutze die sich ergebenden Synergieeffekte und verstärkte die Aussagekraft des nunmehr gemeinsamen Verlagsprogrammes.
Nach der Wiedervereinigung 1989/90 wurde der Wunsch nach einer kritischen Zeitschrift für deutsche Geschichte immer lauter. So sammelte der Verleger sachkundige Autoren und Mitarbeiter und gründete 1990 die Zweimonatszeitschrift DEUTSCHE GESCHICHTE, von der inzwischen über 100 Ausgaben erschienen sind. Das auch in Fachkreisen gelesene Blatt hat sich im Lauf der Jahre durch unbestechliche Urteile sowie kritische Kommentare den Ruf besonderer Seriosität und journalistischer Leistungs-fähigkeit erworben.