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Gustav Sichelschmidt
FRIDERICUS
Ein Preußisches Lesebuch

Gustav Sichelschmidt lässt in diesem Band Fridericus Rex, Preußens großen König, Revue passieren. In einem glänzenden Essay porträtiert er Friedrich den Großen und benutzt die Gelegenheit, die herausragende Gestalt eines der größten Deutschen wieder aus den Verliesen der Geschichte heraufzubeschwören und ihm jenen Platz einzuräumen, den er sich verdient hat. Ein Fülle der bekanntesten Anekdoten, Geschichten und Gedichte, ergänzt mit prägnanten Adolph-von-Menzel-Vignetten runden diesen faszinier-enden Band ab und machen ihn zu einem faszinierendem preußischen Lesebuch.

ISBN 978-3-80611- 207-8
ca. 240 Seiten, gebunden,  14,80 EURO

 

 
Gert Sudholt

WORTE WERDEN WAFFEN 
Ein deutscher Verleger über
Gegenwart und Geschichte

Die in diesem Buch veröffentlichten Beiträge sind eine herbe Kritik der Verhältnisse in diesem Land, seiner geistigen Verfassung und seiner historischen Wurzeln. Mit spitzer Feder werden die von Jahr zu Jahr immer ärgerlicher werdenden Zustände dieser kuriosen Republik analysiert und auf den Punkt gebracht, seien es Fragen zur Wiedervereinigung zu Beginn der 90er Jahre, Probleme der europäischen Einigung, Kastrationen zur Meinungs- und Geistesfreiheit. Eigenwillige außen- und geopolitisch erhellende Akzente versteht der Verfasser ebenso zu setzen wie selbst bestimmte Anmerkungen zu Geschichtsbetrachtung und Geschichtsschreibung. Ohne Scheuklappen nähert sich der ausgebildete Historiker zahlreichen Tabuthemen der jüngeren Vergangenheit und ordnet diese Minenfelder politisch nicht korrekt, aber offen in den größeren Rahmen deutschen Daseins ein. Ein befruchtender Lesegenuss, der zum Nachdenken und Überdenken manch längst altbackener eingefahrener Schablonen einlädt und neue Horizonte öffnet.

19,90 Euro, 272 Seiten. Geb. ISBN 978-3-80611-200-9


Otto Wendling
FAHNENEID, FLUCHT
UND STACHELDRAHT
Vom Endkampf im Westen in britische Gefangenschaft
Die trotzige Odyssee eines Fallschirmjäger-Offiziers


13. September 1944. Der Tiroler Fallschirmjägeroffizier, aus-gezeichnet mit dem Deutschen Kreuz in Gold hat die Invasion der Alliierten in der Normandie überlebt, ist als einer der letzter dem Todeskessel von Falaise entronnen, hat sich mit einer Nachhut bis nach Belgien zurückgekämpft, gelangt dort im Kessel von Mons hinter die nach Osten vorpreschende alliierte Front und versucht mit seinen Männern die deutschen Linien zu erreichen. Seine Einheit wird jedoch aufgerieben, gerät in Gefangenschaft, weshalb er sich nun allein auf den Weg macht. die deutschen Linien zu erreichen. In einem abenteuerlich-kühnen Nachtmärschen quer durch Belgien umgeht er dabei alle Gefahren, hört bereits deutschen Geschützdonner und gerät nur mehr 500 Meter vom Ziel entfernt in Gefangenschaft. Der Offizier berichtet von dieser Odyssee, die an jenem Septembertag abrupt in einem Kriegsgefangenenlager der Briten endet. Atemlos verfolgt der Leser seine Schilderung über eine Auseinandersetzung mit britischen Offizieren, die ihn kurzerhand erschießen wollen. Seine Zivilcourage verschafft ihm Achtung und rettet ihm das Leben.
Mit einem Transport über Dieppe auf die Insel beginnen nun zwei Jahre hinter Stacheldraht. Hoffend, dass Deutschland den Krieg doch noch gewinnt, unternimmt Wendling mit Gleichgesinnten drei Aufsehen erregende drei Aufsehen erregende Ausbruchversuche, die jedoch beide scheitern. Im Sommer 1946 kehrt der junge Offizier
in seine Kitzbüheler Heimat zurück und beginnt ein neues Leben.

288 S. mit 40 Fotos und zahlr. Dokumenten, Skizzen und Karten, Geb., SU
ISBN 978-3-98061- 1179-8   € 24,80


Dietrich Aigner
DER GEPLANTE KRIEG
Churchills Verschwörung gegen Hitlers Deutschland

Das deutsch-britische Verhältnis der Jahre 1933 -1939 wird häufig mit dem Schlagwort "Appeasement" charakterisiert. Daher gehört auch die These, Hitler sei durch das Zurückweichen Englands zu immer gewagteren außenpolitischen Abenteuern ermuntert worden, zu den kaum in Frage gestellten historischen Grundanschauungen.

Diese Wende, so wird in der etablierten Historikerschaft behauptet, sei erst im März 1939 eingetreten, als England nach Hitlers > Handstreich auf Prag < erwachte und die Nebel von vertrauensseliger Deutschfreundlichkeit, naivem Pazifismus und ängstlichem Antikommunismus nüchterner Analyse wichen. In spontaner Reaktion habe die britische Öffentlichkeit Premierminister Neville Chamberlain und Außenminister Halifax zu einem radikalen Kurswechsel und zu dem britisch-polnischen Beistandspakt gezwungen, der letztendlich zum Zweiten Weltkrieg führte.

Diese profunde Studie untersucht die > englische Öffentlichkeit < und setzt sie zu den außenpolitischen Intentionen Hitlers, seiner britischen Gegner und Parteigänger in Beziehung. Das sich hierbei ergebende Bild weicht profund von den gängigen Vorstellungen ab und unterstreicht, dass im England der dreißiger Jahre schon früh eine Gruppe britischer Lobbyisten, Politiker und Journalisten die Forderungen > Stop Hitler < zum Programm erhoben hatten, an deren Spitze Männer wie Winston Churchill oder Robert Vansittart mit ihrem Netzwerk standen. So treten auf englischer Seite bislang unbekannte Kräftegruppen ins Bild, deren verhängnisvolles Wirken die Beziehungen zwischen den beiden Völkern in den entscheidenden Jahren vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges geprägt und eine dauerhafte Verständigungspolitik, wie sie sowohl auf der Insel als auch auf dem Kontinent von verschiedenen Gruppen und Organisationen gefördert wurde, verhindert hat.

Ein aufsehenerregendes Buch mit weitreichenden Folgen für die Wertung der Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges.

ca. 736 Seiten. Gebunden mit Schutzumschlag
Subskriptionspreis bis 31.12.2009 € 29,80. Ab 01.01.2010 € 39,80

ISBN 978- 3-80611- 205-4  ET 03.11.2009

Jacques Benoist-Méchin
SOMMERKRISE UND KRIEGSAUSBRUCH 1939
Das Deutsche Reich und die Geheimpolitik der europäischen Großmächte

Er kam nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel, der Zweite Weltkrieg. Unaufhaltsam lud sich in jenem heißen Sommer 1939 die Atmosphäre auf und schob dunkle Wolken vor die Sonne. Jacques Benoist-Méchin hielt die letzten 30 Tage vor dem Beginn der Katastrophe fest.
In packendem Reportagestil beschreibt der kenntnis-reiche französische Schriftsteller und Diplomat, was sich vor und hinter den Kulissen der europäischen politischen Metropolen wie Berlin, London, Paris, Rom, Warschau oder Moskau zusammenbraute und nahezu unausweichlich am 1. September 1939 mit dem Einmarsch in Polen seinen militärischen Anfang nahm.

Dieser minutiöse Bericht eines Chronisten jener spannungsgeladenen Wochen und Tage schlägt den Leser von der ersten bis zur letzten Zeile in den Bann und lässt ihn unmittelbar am Geschehen und den Entscheidungen der verantwortlichen Personen teilnehmen. In seltener Eindringlichkeit berichten Augenzeugen sowie weitgehend unbekannte Dokumente von der dramatischen Entwicklung. Der Leser wird in das Geschehen auf der diplomatischen Bühne des Welttheaters einbezogen, dessen Krisenmanagement spätestens am 3. September vollends aus dem Ruder lief. Dabei beschränkt sich der Verfasser auf die Rolle des nüchternen Berichterstatters. Klug überlässt er dem Leser Deutung und Urteil.

Von besonderer historisch-politischer Kraft sind die dramatischen Ereignisse zwischen dem Einmarsch in Polen am 1. September 1939 und dem britisch-französischen Ultimatum vom Morgen des 3. September. Jene hektischen 72 Stunden entschieden über Frieden oder überdimensionierte Ausweitung des Krieges. Benoist-Méchin, selbst Minister und Akteur in der Vichy- Regierung unter Marschall Pétain, hat es meisterhaft verstanden, diese in der Weltgeschichte wohl einmaligen Abläufe wahrheitsgetreu zu entwickeln und den Fortgang der Ereignisse in das tragische größere Geschehen einzuordnen.

Spannender kann Geschichte nicht geschildert werden.

440 Seiten mit Fotos und Karten. Geb. mit SU 29,80,--
ISBN 978-3-90611- 204 –7 ET 5.10.2009

Lèon Degrelle
VERSCHWÖRUNG DER KRIEGSTREIBER 1914
Das Attentat von
Sarajewo-Hintermänner und Hintergründe


Die Schüsse des 28. Juni 1914 auf den öster-reichischen Thronfolger in Sarajewo erschütterten das alte Europa und lösten den Ersten Weltkrieg aus.
Léon Degrelle, Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges und Führer der SS- Legion Wallonie untersucht in diesem sorgfältig recherchiertem Werk nicht nur Ursachen und Anlass der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Vielmehr kann er aufgrund seines umfangreichen Quellen- und Aktenstudiums in den Archiven der beteiligten Mächte bislang geheim gebliebene Dokumente vorlegen, die enthüllen, wer die Hintermänner und was die Hintergründe dieser dramatischen Explosion auf dem Balkan waren. Die dann Europa in den Abgrund riss.

In diesem Buch wird sie offenbar, die große Verschwörung der Kriegstreiber, die zur Einkreisung vor allem des Deutschen Reiches und der österreichischen k. k.- Monarchie und zur Zerstörung des alten Europa führten.

Degrelle widmete sich in seinem spanischen Exil der Geschichtsschreibung des 20. Jahrhunderts. Er war nicht nur ein mutiger Offizier sondern erweist sich in diesem Band auch als ein Historiker mit Zivilcourage. So scheut er keine Tabus und schreckt nicht davor zurück, unbequeme Wahrheiten zu sagen, die der politischen Korrektheit etablierter Historiker widersprechen.

Er nennt die Dinge beim Namen und breitet in diesem brillant geschriebenen Werk zur Frühgeschichte des 20. Jahrhunderts jene Tragödie vor dem Leser aus, von der ein britischer Diplomat im Angesicht des Attentats von Sarajewo prophezeite >In Europa gehen die Lichter aus und wir werden sie nie wieder brennen sehen <.

400 Seiten mit 24 Bildseiten . Gebunden mit Schutzumschlag € 28,--
ISBN 978-380611- 203-0  ET 8.9 2009

Mario Kandil
WOLLTE ADENAUER DIE WIEDERVEREINIGUNG?  
Die europäische Integrationspolitik
der Bundeskabinette
1949–1957 

60 Jahre nach Verabschiedung des Grund-gesetzes und 60 Jahre nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland rückt die Epoche der Regierung Adenauer wieder in den Fokus historischer Aus-einandersetzungen.
Im Mittelpunkt der Diskussionen um die Deutsch-landpolitik der ersten Bundeskabinette stehen Fragen wie: Konnte der erste Kanzler der Bundes-republik selbständig handeln? oder war er vom Wünschen und Wollen der Westalliierten abhängig?
In dem vorliegenden Buch widmet sich der junge Historiker dieser Problematik und beantwortet anhand der Adenauerschen Deutschland- und Wiedervereinigungspolitik die Schlüsselfrage der deutschen Nachkriegsentwicklung. Dass der erste Kanzler nach der Katastrophe von 1945 und den Potsdamer Protokollen und trotz des einsetzenden Kalten Krieges nur eine sehr bedingte Handlungsfreiheit hatte, wird in dieser packenden politischen Studie unterstrichen. Ob er ein Mehr für ein Gesamtdeutschland oder für umfangreichere Souveränität unter den Präsidenten Harry S. Truman und Dwight Eisenhower hätte herausholen können, wird immer wieder nicht nur in Fachkreisen erörtert. In diesem Zusammenhang ist auch die Stalin-Note von 1952 und ihr Hintergrund von besonderer Bedeutung, den Adenauer und sein Kabinett richtig einzuschätzen verstanden. Gleichzeitig mach der Verfasser deutlich, dass Adenauer, sei es auf aufgrund eigener Initiative oder auf Drängen der Westalliierten und künftigen Bündnispartnern die Integrierung der Bundesrepublik Deutschland in das »westliche Bündnis« tatkräftig vorantrieb, die dann in der Unterzeichnung der Römischen Verträge 1957 mündete. Mit der Einbindung der Bundesrepublik Deutschland in die Westeuropäische Union, in die NATO und in die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft einerseits sowie der DDR in Comecon und Warschauer Pakt andererseits war in Mitteleuropa eine Blockbildung abgeschlossen, die erst 1989/90 beendet werden konnte. Eines der spannendsten Kapitel der deutsche Geschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird in dieser mitreißend geschriebenen Studie, die sich auf viele weitgehend unbekannte Akten, Dokumente und Zeitzeugnisse stützt, zur Diskussion gestellt.

296 Seiten Gebunden, 19.90 € ISBN 978 3 8061 1198 9


Gert Sudholt (Hg.)
Deutsche Annalen 2009
Das Jahrbuch des Nationalgeschehens. 
 

Eine argumentative Publizistik ist Vor-aussetzung jeder erfolgreichen Politik. Seit beinahe vier Jahrzehnten sind die DEUTSCHEN ANNALEN als Jahrbuch des Nationalgeschehens Vordenker selbstbestimmter Politikansätze.
Hier werden von namhaften Publizisten und Wissenschaftlern, Fachjournalisten und For-schern entscheidende Themenfelder für eine erfolgreiche Auseinandersetzung mit der poli-tischen Klasse der Berliner Republik aufgezeigt. Nicht systemkritisch negierend, sondern von einer gesicherten geistigen Plattform aus werden jene aktuellen und grundlegenden Fragen, die uns auf den Nägeln brennen, sachkundig und allgemein verständlich
erörtert. Als ein freies Forum halten die DEUTSCHEN ANNALEN Argumente für eine bessere Zukunft bereit. Argumente, die Antworten auf die drängenden Fragen der Gegenwart geben. Für jeden politisch Interessierten, der unsere Gegenwart und Zukunft kritisch begleitet oder aktiv mitgestalten will, ist dieses Jahrbuch eine unerlässliche Fundgrube. Als publizistischer Wegweiser und politischer Meinungsführer sind die DEUTSCHEN ANNALEN für die aktuelle Standortbestimmung unerlässlich.


Aus dem Inhalt: Dr. W. Marinovic: Abendland oder Europäische Union ~ S. Lanczy: Abgesang oder Wiedergeburt? – Gibt die Geschichte den Deutschen noch eine Chance? Dr. M. Kandil: Kalter Krieg um Westdeutschland – Die Geburtswehen der Bundesrepublik. ~ P. von Stubbe: Als Panzer am Checkpoint Charlie standen – Damals hielt die Welt den Atem an. ~ Dr. A. Kamkin: Deutsche und Russen – Eine strategische Partnerschaft für Europa. ~ Ludwig Obermair: Sterben für Afghanistan? – Der Krieg am Hindukusch als Zerreißprobe für Berlin und die NATO. ~ Dr. G. Sudholt: Von der alliierten Umerziehung zur »freiwilligen Einsicht« der Deutschen. ~ Dr. H. Meiser: Das Masaryk/Benesch-Komplott 1918/19. ~ R. Melisch: Die Balfour-Erklärung 1917 und das Diktat von Sèvres – Die unbekannten Hintergründe der Nahost-Krisen. ~ Dr. A. Wesserle: Weg und Schicksal der Karpatendeutschen. ~ J. Benoist-Méchin: Mein Leben für Frankreich – Rückblick auf acht Jahrzehnte erlebter Zeitgeschichte. u. a. m.

Gebunden, 21.80 €, ISBN 978 3 8061 1199 00
304 Seiten mit zahlr. Fotos und Dokumenten

Werner H. Krause 
TOTENTANZ IM ODERLAND 
Der Einmarsch der Roten Armee
in Ostbrandenburg 1945
- Erinnerung und Dokumente -

Als im Frühjahr 1945 die Rote Armee die Heimatfront durchbrach und sich über das Reich ergoß, geriet das Land östlich der Oder in das Zentrum des roten Blutrausches. Von den etwa 600.000 Einwohnern wurden über 200.000 Menschen brutal ermordet.
Der Verfasser hat die ergreifenden Zeugnisse des grausamen Geschehens von Überlebenden gesammelt und in dieser erschütternden Dokumentation veröffentlicht.Ein verschüttetes Kapitel  der letzten Wochen des dramatischen Endkampfes um das Reich und seiner zivilen Opfer wird in diesem bewegenden  Buch dem Vergessen entrissen.

400 S. mit Fotos und Karten. Geb.  24,80 €  ISBN 978-3-8061-1188-0

Walter Post 
Europa nach dem »Endsieg«
Nationalsozialistische und faschistische
Europapolitik 1940-1945

Erscheint im Frühjahr 2010

Als 1939 wieder ein Krieg unter dem Vorzeichen konkurrierender Nationalismen ausbrach, schien dies zunächst nicht mehr als eine Neuauflage von 1914 zu werden. Als jedoch Deutschland nach einer Reihe von spektakulären Siegen 1939 und 1940 faktisch den ganzen europäischen Kontinent beherrschte, bahnten sich ideengeschichtlich bedeutende Veränderungen an.
Mit der politischen Vormachtstellung fiel der nationalsozialistischen deutschen Führung auch die Verantwortung für das wirtschaftlich Wohlergehen des europäischen Kontinents zu. Es blieb der deutschen Reichsregierung gar nichts anderes übrig, als sich im eigenen Interesse über ein praktisches Zusammenwirken mit den anderen europäischen Staaten Gedanken zu machen. Der Druck zur europäischen Kooperation erhöhte sich mit Beginn des Feldzuges gegen die Sowjetunion. Mit dem Ostfeldzug entstand auch ein Leitmotiv für eine verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit, der »europäische Abwehrkampf gegen den Bolschewismus«. 
So entstanden auf dem Höhepunkt des Zweiten Weltkrieges in Deutschland,  Italien, Frankreich und den anderen europäischen Staaten eine Fülle von öffentlichen Stellungnahmen, Konzeptionen und Publikationen zum Thema Europa und der künftigen Gestaltung dieses Kontinents nach dem damals erhofften »Endsieg«. Schon eine oberflächliche Lektüre dieses Materials zeigt, dass vor allem der deutsche Nationalsozialismus und der italienische Faschismus zur europäischen Einigung und zur europäischen Wirtschaftsgemeinschaft nicht nur propagandistisch, sondern auch konzeptionell wesentliche Beiträge geliefert haben.
Ideen und Gedankengänge, die teilweise in den Römischen Verträgen von 1957 wieder aufgegriffen wurden. Es stellt sich also die historisch-politische Frage: Waren Benito Mussolini und Adolf Hitler die eigentlichen Gründungsväter des modernen Europa?

Ca. 400 Seiten mit zahlreichen Dokumente, Geb. mit SU, 29,80 €
Erscheint im Oktober 2009, ISBN 978 3 8061 202 3



Werner H. Krause
SS-Standarte »Kurt Eggers«
 Die Propagandaeinheit der Waffen-SS.
Bericht und Dokumentation.

Es war ein Novum der Kriegsgeschichte, dass deutsche Frontberichter im Verlauf des Zweiten Weltkrieges sich nicht nur als Chronisten betätigten, sondern auch die Rolle von Akteuren übernahmen wobei sie sich jedoch ausschließlich des Wortes als Waffe bedienten.
Dies war bei der Standarte »Kurt Eggers« der Fall. Sie entstand im Januar 1940 in Berlin-Zehlendorf, die auf Geheiß Himmlers der Waffen-SS als eine spezielle Propaganda-kompanie größere Präsenz in Presse, Wochenschau und Funk  verschaffen sollte.
Etwa einhundert Kriegsberichter zählte diese Einheit zunächst, die erstmals während des Frankreich-Feldzuges als Konkurrenz zu den Propaganda- Kompanien der Wehrmacht in Erscheinung trat. Aus ihr ging später die Standarte »Kurt Eggers« hervor, zu deren Kommandeur Gunter d’Alquen ernannt wurde. Freiwillige aus zahlreichen europäischen
Ländern – so auch der Sohn des großen norwegischen Dichters Knut Hamsun, Arild Hamsun, gehörten ihr ebenso an wie Briten und Amerikaner, die mit dem politischen System ihrer Staaten gebrochen hatten. 1944 schließlich zählte die Standarte »Kurt Eggers« schließlich 1.800 Kriegsberichter, die bis zu diesem Zeitpunkt etwa 80.000 Frontberichte geschrieben und an zwei Millionen Fotos geschossen hatten.
Als sich die Situation an der Ostfront immer kritischer gestaltete, schlug Gunter d’Alquen dem SS-Hauptamt vor, mit seinen Leuten in vorderster Linie der Front ein kombiniertes Propaganda-Unternehmen zur Zersetzung der roten Armee in Angriff zu nehmen. Unternehmen »Wintermärchen« ist in die Kriegesgeschichte eingegangen. Gefangene Rotarmisten, die sich vom Kommunismus abgewandt hatten, nannten ihre Beweggründe und forderten ihre Kameraden auf, die Seiten zu wechseln. Der Erfolg dieser Kriegspropaganda war so groß, dass er später gegen über den US-Soldaten an der Italienfront wiederholt wurde.
Gunter d’Alquen war es auch, der Heinrich Himmler ungeschminkt und wiederholt auf die grundlegend falsche Behandlung der Ostvölker durch die deutsche Besatzung hinwies. Leidenschaftlich befürwortete er die Aufstellung einer russischen Freiwilligen-Armee unter General Wlassow.
Bislang unveröffentlichte Quellen und Gesprächsprotokolle zeigen völlig neue Gedankengänge, die in der Waffen-SS entwickelt, aber zu spät oder gar nicht verwirklicht wurden.

Ca. 400 Seiten mit zahlr. Fotos und Dokumenten. Gebunden, 28, – €
Erscheint im Oktober 2009 - ISBN 978 3 8061 201 6

Peter Faber
HITLERS V2-RAKETE
Die Geheimwaffe, die den Krieg gewinnen sollte
Eine Dokumentation


In dieser ersten umfangreichen Dokumentation über die Geheimwaffe V2 beschreibt der Verfasser den Weg der deutschen Raketenentwicklung von ihren bescheidenen Anfängen auf dem Raketenflugplatz Berlin über den Artillerieschießplatz Kummersdorf bis hin zur gigantischen Raketenzentrum  Peenemünde. In den Mittelpunkt rückt der Autor die Tatsache, daß die oberste Führung des Dritten Reiches die revolutionier-enden Erfindungen der Raketenforscher wie Hermann Oberth, Wernher von Braun oder Walter Dornberger in ihrer Tragweite nicht rechtzeitig begriff und so deren Umsetzung um mindestens 18 Monate verzögerte. So wurde die Bedeutung der neuen Waffe bezweifelt und man vernachlässigte die Entwicklung dieser und anderer Waffensysteme, die auf Raketenbasis aufbauten. Ein entscheidender Technologie-vorsprung wurde sinnlos verspielt. Im Sommer 1944 verhinderte die totale Luftüberlegenheit der Alliierten und die zunehmende Verschlechterung der Rohstofflage des Reiches einen schnellen Erfolg und wirkungsvollen Einsatz dieser neuen Waffe, die als »Vergeltungswaffe« das Kriegsglück wenden sollte. Nicht nur führende deutsche Militärs, auch der Oberbefehlshaber und US- Präsident Eisenhower, und sein Stellvertreter, der britische General Sir Frederick Morgan, erklärten nach dem Krieg übereinstimmend, das ein Einsatz der Rakete sechs Monate früher die kriegsentscheidende Invasion in der Normandie möglicher Weise verhindert und vielleicht ein Remis ermöglicht hätte.

272 S., 100 Abb. und Zeichnungen.  Geb. mit SU
ISBN 978-3-80611-196-5    Euro 19,90


Christian E.O. Millotat
ELITEN DER BUNDESWEHR
IM EINSATZ
Offiziere im Generalstabs- und Admiralstabsdienst

Wurzeln, Erbe und persönliche Erfahrungenwerden Generalstäbe seit ihrem Beginn in den preußischen Militärreformen durch Generalleutnant von Scharnhorst und Generalfeldmarschall von Gneisenau sowie ihren Mitarbeitern, ihre Ausgestaltung im Verlauf des 19. Jahrhunderts, ihre Bewährung und ihr Versagen in den Weltkriegen sowie das Fortwirken unter veränderten Bedingungen in der Bundeswehr im Einsatz. Das Werk und die Axiome des Generalmajors
Carl von Clausewitz durchziehen Millotats Arbeit wie ein roter Faden. Dem in Theorie und Praxis militärischer Führung erfahrenen Autor gelingt es nachzuweisen, dass der preußische General noch immer die geistigen Werkzeuge anbietet, heutige Einsätze zu planen, zu führen, zu entschlüsseln und einzuordnen. Pressestimmen: Der Generalmajor a.D. bricht eine Lanze für dieses Generalstabssystem, das zusammen mit der Auftragstaktik eine hohe Professionalität in Fragen der operativen Führung gewährleiste(DIE BUNDESWEHR, Juni 2009)


Patrick Agte
JOCHEN PEIPER
Kommandeur Panzerregiment Leibstandarte

Lange erwartet, erscheint endlich die große Text- und Bilddokumentation über den SS- Standartenführer Jochen Peiper, bekannter und höchst dekorierter Panzerführer der Waffen-SS in Neuauflage. Ausgezeichnet mit dem Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern wurde Peiper nach der Kapitulation zunächst von den Amerikanern in einem der so genannten Dachauer Prozesse zum Tode verurteilt. Nach elfeinhalbjähriger Haft wurde er freigelassen. Zuletzt lebte er zurück gezogen im Elsaß. Dort wurde er heimtückisch ermordet. Die gültige Biographie über einen der Tapfersten des Zweiten Weltkrieges.

450 Seiten. Großformat. 750 Fotos. Gebunden mit Schutzumschlag
Euro 49,90   ISBN 978-3-8061-1187-3

Erich Kern
DER GROßE RAUSCH
Der Rußlandfeldzug
1941–1945

Dieser spannungsgeladene Tatsachenbericht eines Offiziers der Waffen-SS über den Feldzug im Osten und seine grenzenlose Härte nimmt seinen Ausgang im Griechenland
des Frühsommers 1941 und führt den Leser über die Rollbahn Nord, den Kessel von Uman, bei Cherson über den Dnjepr längs des Schwarzen und Asowschen Meeres tief in den Kaukasus bis zur Panzerschlacht um die Grusinische Heerstraße.
Mit Stalingrad setzt dann der große Rückmarsch ein, dessen einzelne Etappen bewegend geschildert werden: das Ringen im Finnischen Meerbusen, um den Brückenkopf bei Narwa, der Panzerdurchbruch bei Charkow, denen die aussichtslosen Kesselschalachten in Galizien und schließlich die Kämpfe in den Karpaten und in der Pussta sowie der letzte Akt des Krieges im Wiener Wald sich anschließen. Dieser eindrucksvolle Bericht ruft die Tapferkeit dieser Elitesoldaten in Erinnerung, die damals die Welt den Atem anhalten ließen.

272 Seiten mit zahlreichen Bildern. Gebunden mit Schutzumschlag
Euro 19,80  ISBN 978-3-8061-1195-8


Hans Meiser
VERRATENE VERRÄTER
Die Schuld des »Widerstandes« an
Ausbruch und Ausgang des 2. Weltkrieges

Schlüsselfiguren der deutschen Beamtenschaft, der Abwehr und des Militärs konspirierten sowohl vor Kriegsausbruch zunächst vor allem mit den Scharfmachern der antideutschen Kreise um Churchill und Robert Vansittart in London und nach dem 1. September 1939 mit dem Kriegsgegner.
Der zivile Widerstand informierte schon ab 1938 sowohl die englische Regierung wie auch die Kriegspartei über alle wichtigen außen- und innenpolitischen Pläne und Absichten der deutschen Reichsregierung. Sie scheuten nicht vor Verleumdungen und Unwahrheiten zurück.
Dieses sensationelle Buch scheut keine Tabus. Die Hauptverantwortlichen werden beim Namen genannt und ihr Treiben anhand vorrangig britischer Dokumente angeprangert. Eine außergewöhnliche Dokumentation, die den aktuellen Forschungsstand widerspiegelt und letztendlich die Frage stellt: Wie konnte Deutschland so lange durchhalten?

320 S., 11 Grafiken. Gebunden. 2. durchgesehene Auflage
EURO 19,90   ISBN 978-3-98061- 1179-8